Ansbach | Simulant oder schizophren?

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Der langwierige Prozess um die Messerattacke auf einen Ansbacher Gerichtsvollzieher nähert sich allmählich dem Ende. Die Staatsanwaltschaft plädierte auf 10 Jahre Haft, der Verteidiger forderte Freispruch wegen Schuldunfähigkeit, berichtet die Fränkische Landeszeitung. Vorher ließ die Verteidigung noch einen Psychiater und Ärztlichen Direktor aus Ludwigsburg als „sachverständigen Zeugen“ aussagen. Professor Ebel hatte den Angeklagten im Dezember einige Stunden in der U-Haft untersucht. Für ihn leide der Angeklagte an einer paranoid-halluzinatorischen Schizophrenie. Das hatte auch der offizielle Gutachter und frühere Ansbacher Forensik-Chef Professor Nitschke zunächst festgestellt. Doch nach knapp einer Woche habe der Angeklagte ein völlig normales Verhalten gezeigt. Darum sei er voll schuldfähig. Am Dienstag (16. März) ist Urteilsverkündung.