Ansbach | Überraschung der Verteidigung

Er soll eine damals 17-Jährige vergewaltigt haben. Wegen diesem Vorwurf sitzt der ehemalige Leiter des Raubkatzenasyls derzeit vor der großen Strafkammer am Ansbacher Landgericht. Gegen Ende des heutigen Verhandlungstages hat die Verteidigung für eine Überraschung gesorgt. Die Verteidigerin des Angeklagten, Rechtsanwältin Weinmann, stellt den Antrag ihn von einem Gerichtsmediziner untersuchen zu lassen. Bereits 2001 hat sich der Angeklagte demnach sterilisieren lassen. Einen Samenerguss, wie vom mutmaßlichen Opfer beschrieben, kann es demzufolge nicht, oder nur in sehr geringem Maße gegeben haben. Zusätzlich leidet der Mann an Diabetes und trägt seit vielen Jahren einen Bauchkatheter. Zumindest bei einer der vorgeworfenen Taten, hätte das auffallen müssen, so die Verteidigung.