Neustadt/Aisch | Falsche Liebesschwüre

Eine Schwedin und ein Nordafrikaner lernen sich in Griechenland kennen – haben sich jetzt vor dem Amtsgericht in Neustadt/Aisch getroffen. Dahinter steckte ein Fall von Love-Scamming, früher Heiratsschwindel genannt. Weil der Angeklagte zur Tatzeit im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim lebte, war das hiesige Gericht zuständig. Die Schwedin lernte ihn als Animateur in ihrem griechischen Hotel kennen. Nach kurzer Zeit entwickelt sich eine angebliche Liebesbeziehung. Aber immer wieder forderte er auch Geld von ihr. Mal für Behördengänge, Miete oder Krankenhauskosten, insgesamt fast 8.000 Euro. Sogar ein Auto kauft sie ihm und verschuldet sich. Nach einem Jahr bricht sie jedoch den Kontakt ab. Dann meldet sich die Polizei Ansbach bei ihr, wegen eines ähnlichen Falls mit einer Holländerin und den Verdacht der Geldwäsche. Das Neustädter Gericht verurteilte den Mann jetzt zu zwei Jahren und zehn Monaten.