Nürnberg | Urlaub endet im Gefängnis

Symbolbild

Drei junge Nürnberger sehen sich als Opfer eines internationalen Justizskandals und sitzen momentan in Frankreich im Gefängnis. Sie waren vor etwa zwei Wochen, wenige Tage vor dem G7-Gipfel eigentlich auf dem Weg in den Spanien-Urlaub. Aber französische Behörden stoppen sie an der Grenze bei Biarritz. Weil die drei Nürnberger Pfefferspray, Sturmhauben und linksorientierte Literatur dabei haben, vermuten die Behörden, sie wollten sich beim G7-Gipfel an illegalen Protestaktionen beteiligen. Ein Schnellgericht verurteilt sie zu zwei bis drei Monaten Gefängnis und verhängte mehrjährige Wiedereinreiseverbote. Tagelang wussten ihre Eltern nicht, was aus den drei Jungs geworden ist und sie galten als vermisst. Mittlerweile haben die drei über Anwälte Berufung gegen die Urteile eingelegt.