Wieseth | Nur ein großer Bluff

Es war alles nur ein großer Bluff: Eine Ärztin aus Wieseth im Landkreis Ansbach hat ihr eigenes Verschwinden vorgetäuscht. Tatsächlich hat sie sich in ihr Heimatland Kirgisistan abgesetzt, weil ihr der Entzug der kassenärztlichen Zulassung drohte. Wie die Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt gab, reisten beide nach Amsterdam. Angeblich verschwand die Frau dann spurlos, tatsächlich hatte sie sich in ihre Heimat Kirgisistan abgesetzt. Das hatte die Ansbacher Kriminalpolizei ziemlich bald herausgefunden. Was droht dem Ehepaar jetzt? Dazu der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Ansbach, Michael Schrotberger:

„Im Moment geht es ums Vortäuschen einer Straftat, das heißt: Es gibt keine Anhaltspunkte, dass – wovon wir am Anfang ausgehen mussten – vielleicht ein Tötungsdelikt im Raum steht. Vortäuschen einer Straftat hat einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Es müssen aber beide jetzt erst als Beschuldigte vernommen werden, da können sie ihre Sicht der Dinge darstellen und dann muss es abschließend bewertet werden. Der Ehemann hat letztlich gestanden, dass man hier eine Räubergeschichte erzählt hat. Von der Frau gibt es noch keine Äußerung.“

Neben der angesprochenen Freiheits- oder Geldstrafe müssen die beiden vielleicht auch noch für die umfangreichen Ermittlungen der Kripo aufkommen. Das wird derzeit noch geprüft.